ABC-Analyse

ABC-Analyse

Das Verfahren stammt aus der Materialwirtschaft und dient in der Beschaffungsplanung der Materialklassifizierung, indem das Mengen-Wert-Verhältnis des Materialbedarfs ermittelt wird. Die ABC-Analyse setzt man aber auch in anderen Bereichen, u. a. in der Absatzwirtschaft ein. Das Analyseverfahren bestimmt die Wichtigkeit eines Objekts durch Einordnung in eine der folgenden Gruppen:

  • A: wichtig
  • B: weniger wichtig
  • C: nicht so wichtig

In der Regel ergibt sich, dass der mengenmäßig kleinste Teil derjenige mit der größten Wichtigkeit bzw. dem höchsten Wert ist. Beispielsweise liefern eine geringe Menge der A-Kunden den größten Anteil des Umsatzes. Daraus ergibt sich, dass für die Kunden der Gruppe A ein größerer Aufwand gerechtfertigt ist als für die Kunden der Kategorie C.

Diese Methode versucht Hilfestellung bei Problemstellungen zu geben, die durch viele Handlungsalternativen gekennzeichnet sind. Grundidee hierbei ist, die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger nur auf Probleme zu lenken, die Zielerreichung maßgeblich beeinflussen. Die ABC-Analyse wird häufig bei Problemen wie Sortimentsbereinigung und Logistik eingesetzt. ABC-Analysen bieten erste Anhaltspunkte zur Optimierung, da sie den Blick auf das Wesentliche ausrichten. Dennoch sollten sie mit Vorsicht betrachtet werden, da die Einteilung in die drei Klassen sehr willkürlich geschehen kann.

Accelerator

Definition Accelerator

Bei einem Accelerator (engl. „Beschleuniger“) handelt es sich im übertragenen Sinn um eine Person oder eine Institution, die in der frühen Gründungsphase eines StartUps temporär Unterstützung hinsichtlich Coaching und Förderung bieten. Ein Accelerator wirkt durch seine Unterstützung beschleunigend auf den Entwicklungsprozess des StartUps.

Funktion und Aufgabe

Im Gegensatz zum Inkubator, der in vielen Punkten übereinstimmt, begleitet der Accelerator das StartUp im Rahmen der Unternehmensentwicklung und ist auf die Umsetzung der wesentlichen Geschäftsidee ausgerichtet.

Dabei unterscheiden sich die Accelerator-Programme lediglich im Umfang der Förderung, bzw. in der Unterstützung. Die Intention ist es, den jungen StartUps das nötige unternehmerische Wissen und die ersten Erfahrungen zu vermitteln. Darüber hinaus kann die Unterstützung auch IKT-Infrastrukturen, Büroflächen oder auch die Vermittlung von Investoren bedeuten.

Die Teilnahme an einem etwaigen Programm geht mit einer Bewerbung einher. Ist diese aussagekräftig und die Idee des StartUps vielversprechend, kommt es zu einem ersten Kontakt. Ein überzeugender Auftritt, eine realistische Marktchance und nicht zuletzt mögliche Marktpotenziale sind nicht weniger relevant.

Für den Einsatz des Accelerator bekommt dieser prozentuale Anteile am StartUp und somit zukünftige Gewinnausschüttungen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Oftmals ist der Einsatz mit einer Win-Win-Situation beider Beteiligten verbunden.

Adwords

Definition Adwords

Adwords sind Werbeanzeigen, die bei Google auf den Ergebnisseiten einer Google-Suche angezeigt werden und aus zahlreichen Webseiten verschiedenster Anbieter generiert werden.
Adwords zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich von den normalen Suchergebnissen in der Darstellung hinsichtlich Farbgebung und Platzierung im Ergebnisranking unterscheiden.

Funktionsweise von Adwords

Google Adwords werden über die Google Produkte verkauft und auf in den Google-Suchergebnissen platziert.
Unternehmen können so unter der Angabe von Keywords gezielte Werbeanzeigen publizieren.
Sucht ein Benutzer via Google nach einem den Keywords entsprechenden Suchbegriff, wird die spezifische Anzeige, die von dem Unternehmen zu diesem Keyword geschaltet wurde, in der Trefferliste angezeigt.

Das Produkt Google Adwords ist kostenpflichtig. Der Preis für Anzeigen berechnet sich anhand des maximalen Preises, den der Inserent für den Klick auf das Adwords bereit ist zu bezahlen.

AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)

Defintion AGB

Die AGBs sind quasi vorformulierte vertragliche Vereinbarungen einer Unternehmung. Diese Vorformulierungen werden durch die §§305 und 310 im Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) gestützt und vorgegeben.

Im Allgemeinen werden die AGBs auch als das sog. „Kleingedruckte“ tituliert.

Vor jedem Vertragschluss muss auf die geltenden AGBs verwiesen werden. Darüber hinaus muss in den vertraglichen Bestimmungen definiert werden, dass keine „Schlupflöcher“ enthalten sind, die von der allgemeinen Erwartung (gemäß „Treu und Glauben“) abweichen.

Bei Vertragsschlüssen zwischen Unternehmern gilt das allerdings nicht, hier ist keine ausdrückliche Zustimmung sondern nur schweigende Billigung erforderlich. Nur der Gesetzgeber allein weiß, warum er zu solchen Regelungen kommt.

Änderungen in den AGBs müssen jedem Vertragspartner bekannt gemacht werden.

Balanced Scorecard

Balanced Scorecard

Als Reaktion auf den starken Fokus auf rein finanzielle Kennzahlen in den gängigen Steuerungs- und Kontrollsystemen für das Management stellten Kaplan und Norton das Konzept der Balanced Scorecard vor. Der Ansatz versteht sich als Ergänzung des traditionellen Berichtswesens um zunehmend an Bedeutung gewinnende nichtfinanzielle Dimensionen. Insbesondere sollen die Ergebnisse eine höhere Aussagekraft über die Zukunft eines Unternehmens ermöglichen als dies durch die Verwendung ausschließlich der klassischen, in erster Linie vergangenheitsbezogenen Kennzahlen der Fall war.
Der Balanced Scorecard (BSC)-Ansatz ist der Vorschlag für ein Managementsystem, das die Mängel „klassischer“ Kennzahlensysteme beseitigen und eine umfassende, an der Unternehmensstrategie orientierte Steuerung ermöglichen soll. Dabei stehen folgende vier Absichten im Vordergrund:

  • Klärung und Übersetzung von Vision und Strategie in konkrete Aktionen,
  • Kommunizieren und Verbinden strategischer Ziele mit Massnahmen,
  • Pläne aufstellen, Vorgaben formulieren und Initiativen abstimmen,
  • Verbessern des Feedbacks und Lernens.

Selten liefern Strategien handlungsleitende Aussagen, und kaum einmal werden gleichzeitig mit der Zielfestlegung auch die dafür notwendigen Aktionen und erfolgsprüfenden Indikatoren bestimmt. Diese erfolgskritischen Verknüpfungen meistert die Balanced Scorecard, indem sie die finanziellen Zielsetzungen mit den Leistungsperspektiven hinsichtlich

  • Kunden,
  • interner Prozesse sowie
  • des Lernens
strategie- und visionsfokussiert zusammenfasst.

Businessplan

Businessplan

Ein Businessplan wird auch Geschäftsplan genannt. Er ist wichtig, um die anfänglich brillante Idee von allen Seiten zu durchleuchten und eine realistische Einschätzung für ihre Umsetzung zu geben. Jedem Existenzgründer wird geraten, einen Businessplan zu erstellen, um selbstkritisch alle notwenigen Eckpunkte seiner Geschäftsidee zu analysieren und ein Gefühl für die Anforderungen seines Vorhabens zu bekommen. Der Businessplan besteht in der Regel aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der detaillierten Beschreibung der Geschäftsidee und dem damit verbundenen Geschäftskonzept gewidmet. Hier sollen verschiedene Aspekte zum Produkt, zur Marktlage, persönliche und fachliche Voraussetzungen des Gründers, die Zielgruppe für das Produkt, geplante Marketingstrategien etc. definiert werden. Der zweite Teil des Businessplans ist der stark zahlenlastige Teil. Er beinhaltet den Kapitalbedarfsplan, den Finanzierungsplan sowie eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau. Diese Aufstellungen über den finanziellen Bedarf und die Erfolgsaussichten der Geschäftsidee sind besonders wichtig, um potenzielle Geldgeber (z.B. Investoren) von der Einmaligkeit seiner Idee zu überzeugen.

CoWorking Spaces

CoWorking Spaces

Als CoWorking Spaces bezeichnet man Lokationen, die während der Gründung eines StartUps genutzt werden, um unter anderem die bisher niedrigen Budgets zu schonen, in dem Räumlichkeiten mit anderen StartUps geteilt werden. CoWorking Spaces sind demnach flexible Gemeinschaftsbüros.

Darüber hinaus bietet ein CoWorking Space weitere Vorteile. Neben einer relativ und verhältnismäßig niedrigen Miete, profitieren die jungen Unternehmen auch von einer guten Vernetzung und Teamgeist. Durch solche Gemeinschaftsbüros treffen unterschiedlichste Personen zusammen um gemeinsam oder aber auch individuell zu arbeiten.

CoWorking Spaces sind bestens ausgestattete Arbeitsplätze, die eine ebenso gute Infrastruktur wie Netzwerk, Drucker, Scanner, Beamer oder aber auch Besprechungsräume anbieten.

Die Gemeinschaftsbüros werden in der Regel tage-, wochen- oder monatsweise gebucht.

Crowdfunding

Crowdfunding

Unter Crowdfunding wird die Finanzierung eines Projektes durch mehrere Geldgeber verstanden. Anders als bei den konventionellen Finanzierungsmethoden, werden keine Banken oder weitere Institutionen eingebunden, sondern man bedient sich an der breiten Masse von Privatpersonen, der sogenannten „Crowd“. Die Grundidee des Crowdfundings wird als die „Finanzierung durch die Masse“ bezeichnet. Menschen, die Geld brauchen, um beispielsweise eine Geschäftsidee umzusetzen, eine Anschaffung oder einen Film zu finanzieren, suchen sich im Internet Unterstützer. Diese Unterstützer spenden für das Vorhaben einen Geldbetrag, dessen Höhe sie selbst bestimmen können. Manch einer gibt 5 Euro, ein anderer 500 Euro. Finden sich genügend Unterstützer, kommt im besten Fall genug Geld für das Vorhaben zusammen und das Projekt braucht keine Bankkredite. Wird das Projekt umgesetzt, erhalten die Unterstützer in der Regel eine ideelle oder auch materielle Gegenleistung, die sich nach der Höhe der Spende richtet. Bei einer Filmfinanzierung gibt es als Gegenleistung für hohe Spenden zum Beispiel häufig eine exklusive Sondervorstellung des Films. Kommt innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums nicht genug Geld für die Realisierung des Vorhabens zusammen, erhalten die Spender ihr Geld zurück. Im Internet gibt es verschiedene Crowdfunding-Plattformen, auf denen man ein Projekt präsentieren kann.

Die Ansprache dieser Crowd erfolgt über entsprechende Internetportale, die das zu finanzierende Projekt detailliert darstellen. Durch zusätzliche Kanäle der Marketing und PR-Arbeit werden potenzielle Unterstützer auf das Projekt aufmerksam gemacht. So entsteht nach und nach eine Unterstützergemeinschaft mit deren Hilfe Summen von einigen hundert Euro, bis hin zu mehreren Millionen Euro eingesammelt werden können.
Als Gegenleistung für seine finanziellen Mittel erhält der einzelne Unterstützer entweder ein Produkt, welches durch Crowdfunding finanziert werden soll, oder aber Unternehmensanteile mit entsprechenden Ansprüchen an Zinsen und gewinnabhängigen Beteiligungen. Wenn es sich bei der Gegenleistung um Unternehmensanteile handelt, so wird vom Crowdinvesting gesprochen.

Double Opt-In

Double Opt-In

Das sogenannte Double Opt-in ist ein Verfahren im Online-Marketing, bei dem der Kunde eines Newsletters seine Zustimmung im Gegensatz zum Single Opt-in zusätzlich in einem zweiten Schritt, zum Beispiel durch die Bestätigungen über einen Link, bestätigen muss. Diese Methode gehört zu den heute gängigen Verfahren, mit welchen User ihr Einverständnis zum Erhalt von Mails geben können.

Durch die Verschärfung des Werberechts müssen Online-Händler und Unternehmen verstärkt darauf achten, dass Mailings nicht ohne das Einverständnis der Empfänger verschickt werden (Permission Marketing). Denn in Fällen von unerwünschter Werbung sind im Extremfall sechsstellige Abmahnkosten möglich. Folglich hat man vor allem beim E-Mail-Marketing nach einer rechtssicheren Lösung gesucht, um von Kunden oder Interessenten die Erlaubnis für das Zusenden von Mails zu bekommen. Lange wurde hier auch das Confirmed Opt-in genutzt, bei dem es ausreichte, seine Mailadresse in eine Liste einzutragen, um Newsletter oder Mailings zu bekommen. Allerdings hat sich diese Praxis als nicht tauglich erwiesen, da der Missbrauch durch Dritte leicht möglich ist. Das Double Opt-in Verfahren hat sich zur Anmeldung für Newsletter oder Infomails bzw. Push-Nachrichten bei Apps oder auch SMS-Infos vielfach bewährt. Rechtlich vorgeschrieben ist die Verwendung des Double-Opt-in-Verfahrens jedoch nicht.

Beim Double Opt-in Verfahren gibt der User zunächst durch Klicken eines Feldes oder das Setzen eines Häkchens an, dass er zukünftig per Mail Informationen erhalten möchte. In einem zweiten Schritt wird eine Bestätigungsmail an die hinterlegte Adresse gesendet. In dieser Mail muss der Empfänger den Erhalt von Werbe- oder Infomails über den Klick auf einen Bestätigungslink bestätigen. Er hat dabei immer noch die Möglichkeit, das Mailing-Abo zu stornieren. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass der Nutzer missbräuchlich für Newsletter-Abonnement angemeldet wird oder dass Fehler bei der Adresseingabe dazu führen, dass er keine Nachrichten erhält.

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing

Mit E-Mailings kann der direkte Dialog zu Kunden oder neuen Interessenten hergestellt werden. Unternehmen sind mit Hilfe des E-Mail-Marketings in der Lage, ihre Zielgruppe persönlich anzusprechen, neue Kunden zu gewinnen und bereits bestehende Kunden zu binden. Wegen der geringen Versandkosten, der hohen Versandgeschwindigkeit und den unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten nimmt E-Mail-Marketing eine wichtige Rolle innerhalb des Onlinemarketings ein.

Beim E-Mail-Marketing ist es besonders wichtig, verstärkt auf die rechtlichen Vorgaben zu achten, da andernfalls schnell Abmahnungen und Strafen drohen. E-Mails dürfen nur auf ausdrücklichen Wunsch der Kunden versandt werden, die sich zuvor für diesen Zweck registriert haben.

Der Versand eines Newsletters erfolgt über besondere Software, die einerseits an das Redaktionssystem angebunden ist, mit dem die Inhalte des unternehmerischen Webangebotes gepflegt werden. Andererseits können die Newsletter über externe Anbieter verschickt werden. Für den Versand muss ein Adressverteiler hinterlegt sein, in dem sich die E-Mail-Adressen der registrierten E-Mail-Empfänger befinden. Um diese Adressen zu generieren, gibt es im E-Mail-Marketing verschiedene Wege. Unternehmen können eigene, bereits bestehende Daten über Kunden nutzen und je nach Rechtslage Rücksprache halten, ob ein Newsletterversand erwünscht ist. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, E-Mail-Adressen von speziellen Anbietern käuflich zu erwerben.